Glaube, Psychologie, Leben

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Gott teilt sich mit…

…kreativ, überraschend… nicht nur zu biblischen Zeiten… auch vor 30 Jahren… und heute… und morgen…!

Eine überraschende Ermutigung:
„Wieder einmal hatte ich in der ersten Studienwoche die neuen Studenten der IGNIS Akademie zu uns nach Hause zum Abendessen eingeladen. Was für eine Erfahrung! Eine der Studentinnen hatte, als sie überlegte, ob sie dieses Studium aufnehmen sollte, eines Nachts einen Traum, der ihr irgendetwas zu diesem Studium zu sagen schien. Sie sah holländische Holzschuhe vor einer Haustür stehen. Damit konnte sie nicht viel anfangen, entschied sich jedoch aufgrund anderer Überlegungen und Motivationen für dieses Studium.
Und was sah sie dann vor unserer Haustür stehen? Genau diese holländischen Holzschuhe! Eine große Ermutigung für sie, den richtigen Weg gewählt zu haben.

Das ist nun fast 30 Jahre her, aber ich muss immer wieder daran denken, denn die Holzschuhe stehen immer noch vor unserer Haustür und wir lassen sie dort gerne auch für uns als Ermutigung stehen.

Gott führt uns.
Nicht immer verstehen wir alles, was Gott uns sagt, sofort. Auch wenn er versucht, uns sein Wort in unserem Verstehenshorizont mitzuteilen, brauchen wir manchmal Zeit oder müssen noch ein paar Lektionen lernen.

Ein Missionar erzählte mir einmal, dass er in dem Augenblick, als er über Radio von der ersten Mondlandung des Menschen hörte, im Urwald Afrikas mit einem einheimischen Christen zusammensaß. Er versuchte, ihm dieses historische Ereignis klarzumachen. Doch ohne Erfolg. Vielmehr begann seine Glaubwürdigkeit in den Augen seines Gegenübers zu sinken.

Wenn wir behaupten, Gott zu hören sei genauso leicht, wie mit einem anderen Menschen zu reden, dann kann es uns ebenso ergehen: Dies provoziert, stößt auf Ablehnung und Unverständnis. Denn für viele gehört das einfach nicht zu ihrem Welt- und Gottesbild.

Gehört es zu meinem Gottesbild, dass Gott zu mir sprechen möchte?
Glaube ich, dass er Interesse an mir hat, oder sehe ich mich als viel zu unbedeutenden kleinen Erdenwurm, zu dem der ferne, heilige Gott niemals direkt etwas sagen würde? Wenn ich bete, erwarte ich eine Antwort? Will ich ihn hören oder lieber meine Ruhe haben?
Ein Theologe sagte einmal, das Problem des heutigen Menschen sei nicht so sehr, an die Existenz Gottes zu glauben, sondern daran, dass Gott hier und jetzt in unserem Leben erfahrbar wirken will.

Gehört es zu meinem Menschenbild, dass Gott zu mir sprechen möchte?
Wie sehe ich dieses Verhältnis von mir als Kind Gottes und Gott als meinem Vater? Glaube ich, dass es nicht leere Worte sind, sondern wir miteinander reden können?
Eines darf ich wissen: Wenn ich Gott hören möchte, kommt es nicht auf die richtige „Technik“ an, sondern auf die Beziehung zu ihm! Eine offene, vertrauensvolle und wahrhaftige Beziehung ist gefragt.

Zu dieser Beziehung gehört es, dass ich hören will und dann ernst nehme, was ich höre. Und das setzt auch voraus, dass ich bereit bin, mich selbst zurücknehmen, eigene Aktivitäten einmal loszulassen und Gott wirken zu lassen!

Wir sind eingeladen und herausgefordert,
dass wir uns entscheiden, hören zu wollen. Das ist kein Spiel und gilt für alle Bereiche unseres Lebens. Göttliches Reden und göttliche Information sind Ausdruck der Liebe Gottes. Es ist seine Antwort auf unsere Begrenzungen. Es ist Ausdruck seiner Liebe. Es ist Ausdruck unserer Liebe zu Gott, wenn wir in hören wollen.“

Agnes May (Januar 2023)

  • Nach einem Artikel von Werner May im eMagazin ge|halt|voll 10.3 „Gottes Liebe immer mehr entdecken“. Anhand einer einfachen Gebetsübung lädt diese Ausgabe ein, Gott zu begegnen und den Alltag in Beziehung zu ihm zu leben.